Die Schwarze Rose

 

 

 

Die Schwarze Rose


In blutig schöner Farbenpracht

steht sie auf einem Feld

die Blüte schwarz wie nur die Nacht

von fahlem Licht erhellt


Durch graue Nebel bricht

ein Reiter auf das Feld

der im gleichen fahlem Licht

verwundet auf den Boden fällt


Aus seinem Rücken ragen Pfeile

Blut läuft zäh aus seinen Wunden

als er sich für eine Weile

auf dem Boden stumm gewunden


Bis des Lebens sanfter Glanz

aus seinen Augen still gewichen

und seine Menschenseele ganz

zu einem Schleier ward verblichen


Und auf dem Haupt der schwarzen Rose

sammelt sich der Morgentau

und schimmert wie der wolkenlose

Frühlingshimmel dunkelblau


So weint sie still um diesen Reiter

süße Tränen schwarzer Pracht

während der Frühlingshimmel heiter

über seiner Leiche lacht


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Kommentare
  1. sternchen sagt:

    klasse!!! boah – habe gänsehaut!!!!!
    ein sehr,sehr tiefgreifendes gedicht,was mich wahnsinnig anzieht.diese traurigkeit,dieser schmerz…
    das brennt direkt im herzen.ich fühle die pfeile und spüre zum weinen nah den heiteren frühlingshimmel!!
    danke – danke für dieses aussergewöhnliche gedicht und sooo..herzschreiende lied!
    tief von herzen,..sternchen

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