Archiv für die Kategorie ‘Eigene Gedichte’

Rampenlicht

Veröffentlicht: 11. Juli 2013 in Eigene Gedichte
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Als Clown steh ich im Rampenlicht
dort meine Tränen sieht man nicht

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In meiner Garderobe, ganz allein
durft‘ nur der Spiegel Zeuge sein
welch Schmerz die Schminke sanft verbirgt
Kein Mensch sich je hierher verirrt
Der Tränenstrom mag nie versiegen
dunkle Schatten auf der Seele liegen

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Vom Saal dringt jubelnder Applaus
Vorbei die Pause, muss hinaus
Die Bühne ruft, das Spiel geht weiter
Bei jedem Auftritt zeig ich heiter
dem Publikum die tollsten Possen
verbergend Tränen welche flossen

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Die Maske sitzt, Kostüm gerichtet
der Vorhang wird alsbald gelichtet

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Drum Tränen, trocknet im Gesicht
Als Clown steh ich im Rampenlicht

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©Sagittarius1963

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Ein Clown bin ich im Rampenlicht
Dort meine Tränen siehst du nicht
Erst fern der Bühne ganz allein
wird nur mein Spiegel Zeuge sein
Der Tränen Lauf will nicht versiegen
Ach könnt ich nur auf ewig liegen
bleiben in der Ruhe Schoß
Stattdessen muss ich wieder los
So Tränen trocknet im Gesicht
Muss wieder raus – ins Rampenlicht

©Sagittarius1963

Zeit (für Liebe)

Veröffentlicht: 30. Mai 2013 in Eigene Gedichte
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Einst traf in düst’rer Zeit
ich einen wahren Engel
Doch war derselbe nicht bereit
gab’s noch zu viele Mängel

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Aus Tagen wurden Wochen
ich meinen Stern nicht mehr geseh’n.
Die Sehnsucht in den Knochen
war’s längst um mich gescheh’n

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Aus Wochen wurde Ewigkeit
vergessen konnt‘ ich nie
Bis einst voll freudig Seligkeit
durft‘ endlich wiedersehen sie

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Die Zeiger dereinst schlichen
in leerer einsam Stund‘
nun voller Hast verblichen
auf des Blattes Rund‘

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So kurz die Zeit der Zweisamkeit
zu lang des Missens Schmerz Für „lebenslang“ fühl mich bereit
Ihr immerdar gehört mein Herz

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Geteilte Jahr im Herzen Liebe
verrinnen ohne Plag‘
Zu missen jemals lieblich Triebe
Mein Wunsch: „Nicht mal für einen Tag“

©Sagittarius1963

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Ketten der Sehnsucht

Veröffentlicht: 30. Mai 2013 in Eigene Gedichte
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Mein Blick schweift durch den leeren Raum
Schmerzlich pochend Herz in meiner Brust
Antriebslos das Nötigste schaff kaum
Gekettet harr in diesem Frust.

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Jed Stund gedehnt zu traurig traurig Ewigkeit
Des Tages Lauf verzerrte Zeit
Mein Herz sehnt nach Glückseligkeit
Nach meiner Liebsten lautlos schreit

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Nicht einen Tag mehr scheint es mir
Ertrag ich ohne dich allein
Ein ganzes Leben du bei mir
Mag mein einzig Streben sein

©Sagittarius1963

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Ich liebe dich mehr als ich beschreiben kann…

Stunden der Sehnsucht

Veröffentlicht: 30. Mai 2013 in Eigene Gedichte
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Stunden rinnen
sandgleich durch des Glases Schlund
Lippen sehnen
bebend deinen süßen Mund
Hände zittern
erwartend deine wärmend Haut
Augen suchend
sehnsuchtsvoll in deine schaut

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Dieses Gedicht schrieb ich für meine Liebe, die ich wahnsinnig vermisse.
Ich sehne den Augenblick des Wiedersehens schmerzlich herbei.

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©Sagittarius1963

Freier Wille

Veröffentlicht: 30. Mai 2013 in Eigene Gedichte
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Das Leben ist ne Illusion
Ich frage mich, wer ahnt das schon
Denn des Lebens wahr Gesicht
Zeigt es uns im Leben nicht

Erst nach unser Leibes Tod
Ist das Leben rosarot
Jede Träne hier geweint
Drüben uns als Lebenssaft erscheint

An jedem Schmerz der hier ertragen
Sich die Toten gütlich laben
Nähren sich an unser Leid
Bis in alle Ewigkeit

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Gottes Garten Eden
Erreicht am Ende jeden
Letztlich hat man selbst die Wahl
Das Paradies oder die Qual

Oftmals hält uns nur zurück
Der feste Glaube an das Glück
Doch Glück find man im Leben kaum
Bleibt bis zum Tod ein Lebenstraum

Das wahre Glück kommt erst danach
Solang hält uns die Hoffnung wach
Hast du dieselbe erst verloren
Wird Sehnsucht nach dem Tod geboren

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So mancher hat zu spät erkannt
Zu leben heißt man ist verbannt
Es lohnet nicht sich stets zu winden
Zu suchen doch kein Glück je finden

Wie soll ich mich denn nun entscheiden
Des Traumes Willens diesseits bleiben
Oder auf das Leben fluchen
Und mein Glück im Jenseits suchen

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Mein Innerstes ist ganz zerrissen
Mein Herz es klammert sich verbissen
Am Leben fest doch mein Verstand
Sehnt nach dem gelobten Land

Was auch immer mag geschehn
Ich werd den Weg freiwillig geh’n
Entscheiden muss ich ganz allein
Denn letztlich bin ich „MEIN“
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©Sagittarius1963 (2001)

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In diesem Konflikt befand ich mich vor vielen Jahren, und ab und an auch noch bis heute.
Trotzdem bin ich noch.
Unter anderem sind es auch meine Gedichte, die mir immer wieder helfen, Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten, und mich zu „erden“.(doppelter Wortsinn, Wortspiel)
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(Sch)Lampe

Veröffentlicht: 29. Mai 2013 in Eigene Gedichte
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War just im Baumarkt
braucht ne Lampe
Stattdessen traf ich dort
ne Schlampe
Egal
Hab einfach beides
kombiniert
auf diese Art mein Zimmer
dekoriert

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©Sagittarius1963

Der Clown

Veröffentlicht: 29. Mai 2013 in Allgemein, Eigene Gedichte
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Des Clownes lachend Maske
seine Tränen kaum verbirgt
weil missend seine Liebste
er Tausend Tode stirbt.

Doch seine Liebste wissend
in pflegend guter Hand
er seine Trauer bergend
hinter bunt gemalter Wand

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©Sagittarius SM-Design

Der Weg

Veröffentlicht: 29. Mai 2013 in Eigene Gedichte

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Und führt dich dein Weg
Auch durch den finstersten Tann
Und scheint dir der Steg
Als ob er dich niemals bringt an

Folge dennoch in Zuversicht
Behalte dein Ziel fest im Blick
Am Ende leuchtet dein Licht
Von da an sieh nie mehr zurück

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©Sagittarius SM-Design

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Der Baum des Lebens

Veröffentlicht: 29. Mai 2013 in Eigene Gedichte

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Des Lebens Baum trotzt jedem Leid
ungeachtet Raum und Zeit
Ersetzend mittels neuer Triebe
dessen abgestorb’ne Liebe

So lebt sein alter toter Stamm
in neuen Zweigen ewig lang
Auch meine Liebe tief im Herzen
Trotzt jedem Leid und allen Schmerzen

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©Sagittarius SM-Design

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Only one wish

Veröffentlicht: 16. März 2013 in Eigene Gedichte
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If I had a wish for free
No money ‚d be a gift to me
No honor I would like to see
Just your heart  I’d wish for me

©Sagittarius 1963

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Träume

Veröffentlicht: 26. Januar 2010 in Eigene Gedichte

Träume kommen
Träume gehen
kannst sie sehen
nicht verstehen
kannst sie fühlen
sie gestalten
sie verwalten
nie behalten.

Nach
Erwachen

Träume schwinden
kannst nicht finden
sie nicht binden
Träume bleiben
stets ein Traum
nehmen Raum
bleiben kaum

Träume
kommen

Träume gehen
darfst sie sehen

Lass sie gehen

Die Grube

Veröffentlicht: 10. Dezember 2009 in Eigene Gedichte

Wer andren eine Grube gräbt

fällt ganz schnell selbst hinein
und wenn´s so richtig blöde läuft
bricht man sich beide Bein`

Bevor den Spaten du dir greifst
und eh dein Tagewerk vollbracht
bedenk die Falle ganz genau
drum pass gut auf und gebe Acht

Wenn am Rand du triumphierst
…erfreut, was du gegraben
erscheint um dich hinab zu stoßen
vielleicht ´ne Schar von Raben

Am Anfang…

Veröffentlicht: 2. Dezember 2009 in Eigene Gedichte


Am Anfang


Am Anfang war
die Finsternis

Und da schuf
Gott das Licht

So trennte er
die Nacht vom Tag

Befand es gut
und lobte sich

Doch eines,
das bedacht’  er nicht

Die Wesen,
geschaffen von derselben Hand

Lebten und
bewegten sich

Getrennt von
unsichtbarer Wand


So die Einen
sind im Dunkel

Während And’re
sind im Licht

Nur die im
Lichte sieht man

Doch die im
Dunkel sieht man nicht

Ansichten – Einsichten

Veröffentlicht: 2. Dezember 2009 in Eigene Gedichte


Ansichten


So schlimm wie wohl das
Leben

kann der Tod nicht sein

Denn so viele

nahmen es sich eben

doch noch niemals fiel
es einem Toten ein

sich den Tod alsbald zu
nehmen

 

Nein,… in den Tod ging
schon so mancher

ganz freiwillig rein

aber noch keiner

schenkte sich das Leben

So frag’ ich mich

Warum wird’s wohl so
sein ?

 

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Einsichten


Am Abend wird man klug

Für den vergang’nen Tag

Doch niemals klug genug

Für den der kommen mag

Engel

Veröffentlicht: 4. November 2009 in Eigene Gedichte

 

Erscheint
die Welt uns manchmal rau

und
wissen wir oft genau

wohin
uns unser Weg einst führt

was
wirklich unser Herz berührt

wirken
alle Menschen auf uns kalt                              Engel

uns’re
Seele wie verirrt im Wald

bleiben
stets am Abgrund stehn

und
können keinen Ausweg sehn

dann
macht sich Hoffnungslosigkeit

und
die Sehnsucht nach dem Jenseits breit

Doch just in dem Moment

wo man sich selbst nicht mehr erkennt

wenn wirs am wenigsten erwarten

da tritt in uns’res Traumes Garten

… so heimlich still und leise

– auf seine völlig eig’ne  Weise –

jemand, der in deinem Schmerz

entzündet Licht in deinem Herz

So horch in deine Seele rein

es könnte wohl ein Engel sein

Doch
pass gut auf und gebe acht

So
manches Wunder zwar vollbracht

und
doch,… so manches Mal ein Engel

am
Ende sich entpuppt als Bengel

Doch auch schon anders ists geschehn

Wen man als Bengel hat zuvor gesehn

hat sich – erst ganz genau betrachtet –

zum Schluss als Engelchen erachtet


Wenn du geh´n musst…

Veröffentlicht: 30. Oktober 2009 in Eigene Gedichte


Wenn Du gehen musst, dann geh…

aber geh nicht im Frühling,


wenn die Tulpen blühen und die Blätter sich regen,


dann genieß´ ich den Segen


am liebsten mit Dir,


also bleib dann bei mir.



Und geh nicht im Sommer,


dann ist es so heiß.


Wir gießen den Garten


und mähen im Schweiß.


Dazu brauch ich Dich hier,


also bleib dann bei mir!



Und geh nicht im Herbst,


auf gar keinen Fall!


Wenn die Blätter sich färben


im Wald überall


und ich mit dir hindurch spazier,


…also, bleib dann bei mir!



Und geh nicht im Winter


bei Schnee und Eis,


wenn alles so kahl ist


und leise und weiß,


…denn dann wächst in mir


diese heiße Gier


(nach dir – wem denn sonst?)


also bleib dann bei mir!



Aber natürlich:
Wenn Du gehen musst,

…dann geh!

Masken

Veröffentlicht: 13. Oktober 2009 in Eigene Gedichte


Legt ab die Masken, die euch binden,

verhindern, eu’ren Weg zu finden.
Weil euer Schauspiel und Verstecken
euch daran hindert, zu entdecken,
was im Leben wirklich zählt
und jedes Schicksal, das ihr wählt,
erstickt die Chance schon im Keim,
ganz ihr selbst zu sein.

Sacral Nirvana

Veröffentlicht: 12. Oktober 2009 in Eigene Gedichte
 

Können Träume lügen,
verwirren den Verstand?
Den Intellekt betrügen,
Wahrheit weisen von der Hand?

Können Karten reden
oder in die Zukunft seh’n?
Den Weg dir weisen durch dein Leben;
würdest du ihn geh’n?

Können Hände Linien sprechen,
sagen, ob dein Leben lang?
Mauern oder Hürden brechen,
wird dir da nicht Angst und bang’?

So lass dir nicht dein Schicksal weisen;
es liegt allein in deiner Macht!
Bestimme selbst wohin zu Reisen,
erst dann dein Glück dir lacht!

Fragen nach dem Sinn

Veröffentlicht: 12. Oktober 2009 in Eigene Gedichte

Weiß nicht woher, weiß nicht wohin…
mich wundert, dass ich fröhlich bin.

Weiß nicht wohin, weiß nicht wozu…
mich wundert, dass ich’s trotzdem tu`!

Selbstportrait?

Veröffentlicht: 7. Oktober 2009 in Eigene Gedichte
 


Die Kreatur

Sie erscheint nicht erst um Mitternacht,
denn auch bei Tag hat sie die Macht,
 – mit Schrecken und Entsetzen –
Ängste in dir freizusetzen.

Ihr Antlitz: …grob und furchterregend!
Ihr Handeln: …grausam und vor Bosheit bebend!
Ihr Körper: …tote Hülle um Gebein!
Ihr Herz: …ein kalter, harter Stein!

Was einst von Leben war erfüllt,
nur tote Seele noch umhüllt;
kaltes Blut durch ihre Adern fließt,
kein Kummer oder Freud’ mehr in ihr sprießt.

Kein Funken Liebe sie zerreißt,
Gefühle in ihr längst vereist;
was bleibt ist ein Objekt,
dessen Anblick dich erschreckt.

Aus Angst und Zweifeln einst geboren,
hat alle Lebenslust verloren,
jenes Wesen, das du ´blickst;
selbst wenn du dich auch nicht erschrickst…
du wirst sie meiden, wie die Pest,
bis sie ihren Körper hinterlässt,
den Würmern und den Maden;
zerschnitten jener letzte Faden,
der diese Kreatur vom Jenseits trennt
und das Höllenfeuer sie verbrennt.

Kleines Solo

Veröffentlicht: 7. Oktober 2009 in Eigene Gedichte

KLEINES SOLO


EINSAM BIST DU SEHR ALLEINE


AUS DER WANDUHR TROPFT DIE ZEIT


STEHST AM FENSTER


STARRST AUF STEINE


TRÄUMST VON LIEBE


GLAUBST AN KEINE


KENNST DAS LEBEN


WEIST BESCHEID



…DENN EINSAM BIST DU SEHR ALLEINE.


UND AM SCHLIMMSTEN IST DIE EINSAMKEIT ZU ZWEIT



WÜNSCHE GEHEN AUF DIE REISE


GLÜCK IST EIN VERHEXTER ORT


KOMMT DIR NAHE


WEICHT ZUR SEITE


SUCHST VOR SUCHENDEN DAS WEITE


BIST NIE HIER


BIST IMMER DORT


STEHST AM FENSTER


STARRST AUF STEINE


SEHNSUCHT KRALLT SICH IN DEIN KLEID



…EINSAM BIST DU SEHR ALLEINE


UND NOCH VIEL SCHLIMMER IST DIE EINSAMKEIT ZU ZWEIT



SCHENKST DICH HIN MIT HAUT UND HAAREN


MAGST NICHT BLEIBEN WER DU BIST


LIEBE TREIBT DIE WELT ZU PAAREN


WIRST GETRIEBEN


MUSST ERFAHREN


DASS ES NICHT DIE LIEBE IST


BIST SOGAR IM KUSS ALLEINE


AUS DER WANDUHR TROPFT DIE ZEIT


STEHST AM FENSTER


STARRST AUF STEINE


BRÄUCHTEST LIEBE


BEKOMMST DOCH KEINE


TRÄUMST VOM GLÜCK


UND LEBST IM LEID



…DENN EINSAM BIST DU SEHR ALLEINE


UND AM SCHLIMMSTEN IST DIE EINSAMKEIT ZU ZWEIT

Ich hatte einen Traum

Veröffentlicht: 7. Oktober 2009 in Eigene Gedichte

            



Ich hatte einen Traum


(Jahreszeiten einer Liebe)



Ich hatte einen Traum


zum Greifen nah


so wie im Wald ein Baum


doch leider sah


mein Herz vor lauter Bäumen


nicht diesen Baum


aus meinen Träumen



So ging der Frühling


mit frischem Laub


über in den Sommer


mein Kopf war taub


ich hörte deine Stimme nicht


im dunklen Wald


der Zweifel stand dir im Gesicht



Aus Sommer wurde Herbst


das Laub wurd´ braun


Ich fühlt nur meinen Schmerz


dich sah ich kaum


Zu spät hab ich dann wohl erkannt


vor Liebe blind


war längst aus deinem Herz verbannt



Nun ist es Winter


bitterkalt


das Laub schon längst verschwunden


und in diesem Wald


hab ich des Traumes Baum gefunden


…doch leider viel zu spät


nun hat der Baum zu tiefe Wunden

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Copyright Sagittarius SM-Design

Fabel von der Muschel

Veröffentlicht: 30. September 2009 in Eigene Gedichte

Eine kleine Muschel lebte mit vielen anderen im Ozean.
Sie war glücklich und
fand ihr Leben herrlich.
Eines Tages beim
Spielen geriet ein großes kantiges Sandkorn in ihren
Kalkpanzer.
Sie rieb und rieb, aber
das Sandkorn ließ sich nicht entfernen.

HerzHerzHerz


Umso mehr sich die kleine Muschel wehrte,
umso schlimmer wurden
die Schmerzen.
Bald hatte das Sandkorn eine große Wunde verursacht
und die kleine Muschel wurde
immer trauriger und stiller.
Sie weinte,
wenn es niemand sehen konnte und zog sich immer mehr
zurück. Der Schmerz,
gegen den sich die Muschel immer noch auflehnte,
wurde so arg, dass sie sich in
einer Ecke versteckte und nicht mehr
bereit
war, herauszukommen.
Sie war nur noch
niedergeschlagen und sah keinen Sinn mehr in ihrem
Leben.





Eines Tages kam eine große, alte Muschel an
ihr vorbei und sah wie
traurig die Kleine
war.

"Was ist mit Dir?" fragte die
große Muschel.

Die kleine Muschel erzählte ihr Unglück:


"Ich kann nicht mehr essen, ich will
nicht mehr spielen und ich kann
auch nicht mehr
lachen!"

HerzHerzHerz


"Ja", meinte die alte
Muschel," das machen alle durch.
Du musst versuchen,
mit dem Schmerz zu leben. Jeder von uns wird
im Leben verletzt, der eine hat es
leichter damit, der andere sehr schwer.

Aber wenn Du den Schmerz zulässt,
wenn Du mit dem Schmerz lebst,
spielst,
mit den Wellen tanzt und heiter bist, wirst Du ihn überwinden
können."


HerzHerzHerz


Die kleine Muschel ließ sich überreden und
ging mit.
Sie fing an wieder zu spielen,
sie tanzte in den Wellen und sie ließ sich

auf dem Meeresboden nieder, um mit den
anderen im Seegras verstecken
zu spielen.


Manchmal ging sie noch an den Rand des
Geschehens und vergoss ein paar
Tränen,
aber mit der Zeit ging es ihr besser.

HerzHerzHerz


Nach langer Zeit traf sie die alte Muschel,
die ihr damals geholfen hatte,
wieder.


"Wie geht es Dir?" fragte diese.


Die kleine Muschel meinte: "Es ist noch
ein Druck zu spüren, der mich aber
nicht
mehr traurig macht."

Die große Muschel meinte:


"Dann hat Dein Sandkorn seine Kanten
verloren und ist zur Perle geworden.

Perlen sind wertvoll, so wie unsere
Erfahrungen es sind, aber sie tun nicht

mehr weh und man kann mit ihnen leben."

HerzHerzHerz


Blümelein

Veröffentlicht: 16. September 2009 in Eigene Gedichte
  



SonneRote Rose
Sie war ein Blümlein, hübsch und fein,

hell aufgeblüht im Sonnenschein.


Er war ein junger Schmetterling,


der selig an der Blume hing.



Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm


und nascht und säuselt da herum.


Oft kroch ein Käfer kribbelkrab


am hübschen Blümlein auf und ab.



Ach Gott, wie das dem Schmetterling


so schmerzlich durch die Seele ging.


Doch was am meisten ihn entsetzt,


das Allerschlimmste, kam zuletzt :


Ein alter Esel fraß die ganze


Von ihm so heiß geliebte Pflanze.

SonneVerwelkte Rose